Perlengrößen und Stiftplatten: welche wofür
Midi mit 5 mm ist der Standard. Mini mit 2,6 mm ist für Details, Maxi mit 10 mm für kleine Kinder.
Midi-Perlen sind 5 mm groß. Sie stecken in fast jeder Packung im Regal, fast jede Vorlage, die man online findet, ist für sie gezeichnet, und jede Vorlage hier ist auf sie abgestimmt. Wenn dir niemand etwas anderes gesagt hat, hast du Midi.
Die Rechnung, die sich aus den 5 mm ergibt, lohnt sich auswendig zu wissen. Eine volle quadratische Stiftplatte mit 29×29 wird etwa 14,5 cm pro Seite groß und fasst 841 Perlen. Die kleine 14×14 kommt auf 7 cm — Schlüsselanhängergröße. Die große 57×57 misst 28,5 cm und hat 3.249 Stifte.
Mini-Perlen sind 2,6 mm groß, dieselbe Vorlage kommt damit auf gut die Hälfte der Größe, und jedes Detail wird doppelt so scharf. Sie sind die richtige Wahl für Schmuck und für alles, was eher wie ein Bild aussehen soll als wie Perlen. Für ein Kind sind sie die falsche Wahl, und nach einer Stunde auch für erwachsene Augen anstrengend.
Maxi-Perlen sind 10 mm und gehen den anderen Weg: viermal weniger Perlen für dieselbe fertige Größe, dick genug, damit kleine Finger sie einhändig setzen können, und in einem Nachmittag fertig. Unter etwa fünf Jahren ist das die einzige Größe, die sich zu kaufen lohnt.
Die drei Größen mischen sich nicht auf einer Platte — der Stiftabstand ist bei jeder anders —, aber ein Bild, das für eine Größe entworfen wurde, lässt sich ohne Neuzeichnen auf eine andere übertragen. Das Raster bleibt gleich, nur die Zentimeter ändern sich.
Die Form der Stiftplatte entscheidet über den Rand des fertigen Stücks, nicht darüber, was du darauf machen kannst. Quadrate und Rechtecke sind die, die sich aneinanderlegen lassen: zwei davon zusammengeschoben, und ein Bild läuft über beide — so macht man alles, was breiter als 29 Perlen ist.
Runde, sechseckige, Herz- und Sternplatten sind als ganzes fertiges Objekt gedacht. Ein Motiv, das über den Rand hinausläuft, sieht wie ein Fehler aus, nicht wie ein Zuschnitt — wähl also zuerst die Form und pass das Bild daran an, nicht umgekehrt.
Transparente Platten sind den kleinen Aufpreis gegenüber blickdichten aus einem Grund wert: Du kannst die gedruckte Vorlage darunterlegen und direkt durch die Stifte hindurch lesen, statt vom Blatt zur Platte und zurück zu schauen und auf beiden die Stelle zu verlieren.